Bericht Arendsee

Hallo liebe Freunde des Radsports. Es war mal wieder soweit. Wir sind aufgebrochen zu unserer Ferienfreizeit und nach 2 ½ Stunden Fahrt alle wohlbehalten am Ziel angekommen. Wie sollte es anders sein, führte uns unser Weg direkt in das sehr schöne und vertraute Arendsee, im Norden von Sachsen-Anhalt. Nicht weit zur Elbe und den Grenzen der Bundesländer Niedersachsen und Brandenburg, liegt Arendsee in einer eher flachen mit sehr viel Natur verbundenen und sehr sehenswerten Region. Wir wurden in unserem Ferienlager wieder mit offenen Armen empfangen. Vor dem Abendbrot ging es noch einmal auf das Rad, um einige vorbereitende Kilometer zu fahren. Die U17 Fahrer durften schon eine 70 Kilometer Runde absolvieren. Das Wetter hat uns dabei nicht im Stich gelassen und wir waren zuversichtlich, dass die nächsten Tage uns der Wettergott gut gesonnen sein wird. Ein Grund warum es hier auch so schön ist, ist die sehr gute Verpflegung und Betreuung durch die Mitarbeiter im Kiez Arendsee. Wir hatten sogar in diesem Jahr das Privileg einen eigenen Raum für die Mahlzeiten zu bekommen. Am Abend hieß es noch Zimmer in Ruhe beziehen, auspacken. Dann stand auch schon die Nachtruhe an, um ausgeruht am nächsten Tag weitere Trainingskilometer zu fahren.

Der erste Trainingstag begann mit singenden Vögeln am Morgen und gab uns Hoffnung, dass es ein schöner Tag werden sollte. Die Temperaturen waren noch nicht in dem Bereich wo wir sie gern hätten, aber das sollte sich im Tagesverlauf ändern. Zuerst stand das so leckere Frühstück auf dem Programm. Die freundlichen Mitarbeiter im Kiez Arendsee zauberten jeden Morgen ein reichhaltiges Büffet für uns. Mit dieser Stärkung wurden anschließend alle Vorbereitungen für die Ausfahrten getroffen. Hierbei wurde noch einmal die Luft und die Funktion des Rades von jedem Sportler geprüft. Pünktlich um 10:00 Uhr ging es endlich los. Auch wenn es auf den ersten Kilometern noch frisch war, waren alle Kinder hoch motiviert und absolvierten die Trainingsrunden erfolgreich. Unsere Trainingsgruppen der U11, U13 und U15/U17 kamen ohne größere Defekte und Stürze wieder an der Unterkunft an. Nach einer kurzen Pause standen noch das Geschicklichkeitsfahren und die tägliche Dehnung aller Sportler auf dem Programm.

Am zweiten Tag hatten wir unseren täglichen Rhythmus schon gefunden. Um 8:00 Uhr war auch der letzte Sportler wach und alle konnten geschlossen zum Frühstück gehen. Die Stärkung war nötig, da es ein herrlicher Tag werden sollte und die Trainer lange Trainingsrunden geplant hatten. Dabei kam es auch schon einmal vor, dass man nur mit einer 125 km Runde mit der U17 gleich 3 Bundesländer durchfahren musste. Von unserer Unterkunft ging es über Wittenberge, nördlich der Elbe entlang und über Dömitz zurück ins schöne Arendsee. Alle Strecken sind jedes Mal landschaftlich wunderschön und es gibt nur sehr wenige Höhenmeter, aber dafür oft lange Straßen mit einer Windkante. Die Strecken sind einfach sehr gut geeignet für unser Grundlagentraining. Am Nachmittag war das Geschicklichkeitsfahren ein fester Bestandteil unseres Tagesablaufes. Alle Sportler hatten hier in der Ferienfreizeit ausreichend Zeit ihre Fahrradbeherrschung ausgiebig im Parcours zu verbessern. Die Zeiten und auch die rückläufige Fehlerzahl haben Sportler sowie Trainer gleichermaßen mehr als optimistisch gestimmt. Da das Wetter an dem Sonntag besonders schön war, nutzten wir die Gelegenheit um gemeinsam zu grillen und ein kleines Lagerfeuer zu machen, bis es für die Sportlerinnen und Sportler um 22:00 Uhr wieder Nachtruhe hieß. Alle Erwachsenen saßen anschließend noch eine Weile zusammen um den Tag auszuwerten oder Karten zu spielen.

 Der dritte Tag hatte dieses Jahr den Beinamen KB Tag und sollte allen Sportlern als Pause dienen. Besonders an diesem Tag war eine kleine Runde um den See und sehr intensive Geschicklichkeitsübungen der Hauptteil des Tagesprogrammes. Auch ein Ausflug zum See gehörte dazu. Spätestens heute stellten wir wie jedes Jahr erschrocken fest, dass die Zeit einfach zu schnell vorbeigeht. Womit auch schon der nächste vierte Tag ganz nah war. Dieser Dienstag sollte wettertechnisch noch sehr schön werden. Für den Mittwoch hatten die Wetterfrösche Schnee, Regen und viel Wind angesagt. Der Norddeutsche bezeichnet dies auch als „Schietwetter“. Aus diesem Grund wurde die Königsetappe der U13 und U11 gleich am Dienstag gefahren. Der Weg der U13 verlief über das schöne Hitzacker in Niedersachsen, entlang der Elbe wieder nach Arendsee. Die U11 dagegen machte einen Abstecher nach Osterburg in Sachsen-Anhalt. Mit vielen Eindrücken kamen alle Sportler wohlbehalten zurück zu unserer Unterkunft. Anschließend wurde wieder Dehnung gemacht bevor es gemeinsam zum Abendessen ging. Und auch dieser Abend gab uns allen die Gelegenheit die Eindrücke und Erlebnisse untereinander auszutauschen und selbst in den Erinnerungen abzuspeichern.

Wer einen Blick am Mittwochmorgen aus dem Fenster warf, wollte wahrscheinlich nicht unter der Bettdecke hervor. Draußen regnete es, von der Sonne gab es keine Spur. Doch es würde nicht jedes Mal so viel Spaß machen, wenn wir nicht auch solche eher trüben Tage mit einem vielfältigen Kultur- und Sportprogramm gestalten könnten. Also “the same procedure as every day“ es ging wie gewohnt zum Frühstück.

Durch die vielen Möglichkeiten die das Kiez Arendsee bietet, war die Planung auch bei Schietwetter kein Problem. In einer eigenen Turnhalle konnten wir nach den Altersgruppen getrennt ein ausgiebiges Athletiktraining absolvieren. Die U17 hatte sogar in den großzügigen Räumlichkeiten die Möglichkeit ein Rollentraining durchzuführen. Dazu blieb bis zum geplanten Bowling auch jede Menge Zeit. Alle Kinder und auch Betreuer machten mit. Das war aber noch längst nicht alles. Am Abend gab es sogar noch eine Kinovorstellung. Gezeigt wurde der Trickfilm Happy Family. Damit sollte aber auch schon der letzte Abend hier in Arendsee zu Ende gehen. Etwas traurig aber auch mit freudiger Erwartung auf das nächste Jahr ging der Tag in die Nacht über. Der letzte Morgen begann mit dem restlichen Verpacken der Sachen und dem Aufräumen der Zimmer. Auch Kehren und Müll rausbringen gehörten an diesem Morgen dazu. Ein letztes Mal ging es zum sehr leckeren Frühstück und dann wurden unsere Mitstreiter aus Breitenworbis verabschiedet. Schon ging es mit allen Sportlerrinnen, Sportlern und den Rädern auf die Heimreise. Dabei ist es jedes Mal Tradition, dass wir eine Trainingsrunde kurz vor dem Ziel „Radkeller Sömmerda“ absolvieren. So kam es, dass südlich von Sangerhausen die U13 und U15/U17 auf die Räder gingen und mit sehr viel Westwind den Rest der Strecke beendeten. Auch die U11 bekamen noch Ihre Kilometer in die Beine. In Sömmerda wurden alle Sportler von den wartenden Eltern freudig empfangen und damit schließt auch schon wieder ein weiteres sehr schönes, erfolgreiches, gelungenes Trainingslager des SV Sömmerda Abt. Radsport. An dieser Stelle gilt ein Dank an alle Helfer, Betreuer des Trainingslagers, an die Vereine TSV 1891 Breitenworbis, Abt. Radsport und RV Elxleben und auch an die Sportlerinnen und Sportler für die so hohe Motivation eines jeden Einzelnen.

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr

Viele Grüße

SV Sömmerda Abt. Radsport.